Eurol entwickelt und produziert seit 1977 Schmierstoffe und technische Flüssigkeiten. Das Unternehmen bezeichnet sich als unabhängigen Hersteller mit eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung und eigener Produktion. Die Marke wird in mehr als 90 Ländern verkauft.
Das Sortiment ist breit. Es gibt Motoröle für Pkw, leichte Nutzfahrzeuge, schwere Lkw, Motorräder, Zweiräder und die Schifffahrt. Dazu kommen Getriebeöle wie ATF, CVT, DCT und Differenzialöl, Industrieöle für Hydraulik, Kompressoren und Getriebe, Kühlflüssigkeit, Scheibenreiniger, Bremsflüssigkeit, Fette, Sprays, AdBlue und Additive. Es gibt eigene Linien für biologisch abbaubare Produkte, lebensmittelechte Produkte, schwere Fahrzeuge und den Rennsport. Als Märkte nennt der Hersteller Landwirtschaft, Bau, Erdbewegung, Bergbau, Transport und Schifffahrt.
Eines der bekanntesten Öle der Marke ist Eurol Syntence 5W-30. Im amerikanischen Ölforum Bob Is The Oil Guy schreibt ein Mitglied, dass dieses Öl die Freigaben VW 504.00 und 507.00 sowie Mercedes MB 229.51 besitzt. Das ist ein Forumsbeitrag, die Freigabe sollten Sie daher immer auf dem Etikett oder im Datenblatt prüfen. Der Hersteller gibt an, dass das Öl beim Kaltstart schnell einen stabilen Schmierfilm bildet. Für das verwandte Syntence XT 5W-30 nennt das Datenblatt verlängerte Wechselintervalle bis 30.000 km bei Benzinern und bis 50.000 km bei Dieseln. Das ist eine Herstellerangabe und gilt nur, wenn auch der Motorhersteller es erlaubt.
Bei Bob Is The Oil Guy nennt ein Nutzer Eurol ein ordentliches Öl, auch wenn die Marke kleiner ist als manche große Konkurrenten. Er schätzt die Freigaben und einen guten TBN für ein Low-SAPS-Öl. TBN steht für Total Base Number, ein Maß für die Reserve, mit der das Öl Säuren neutralisiert. Low SAPS heißt wenig Sulfatasche, Phosphor und Schwefel, wie es bei Motoren mit Rußfilter (DPF) nötig ist. Ein anderes Mitglied findet den Preis günstig, etwa auf dem Niveau eines kleineren Kanisters der großen Markenhersteller. Das sind Einzelmeinungen einiger Nutzer und kein Test.
Foren geben immer denselben Rat. Prüfen Sie zuerst, was der Motorhersteller vorschreibt: die Viskosität wie 5W-30 oder 10W-40, die ACEA-Klasse und die Freigabe wie VW 504.00/507.00 oder MB 229.51. Die Freigabe ist wichtiger als die Marke. Bei Traktoren und Maschinen ist es oft eine andere Klasse, etwa API CK-4 oder eine eigene Norm des Herstellers. Das steht in der Betriebsanleitung.
Neben Motoröl liefert Eurol unter anderem Hydrauliköl, Getriebeöl, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit, Fett und AdBlue. Bei Kühlflüssigkeit ist die Farbe kein guter Maßstab. Achten Sie auf die Norm auf dem Etikett und mischen Sie keine verschiedenen Typen.
Für Pkw, Lkw, Motorräder, Land- und Baumaschinen und industrielle Anwendungen, je nach Produkt.
Die 5W beschreibt, wie dünnflüssig das Öl bei Kälte ist, die 30 wie zäh es bei Betriebstemperatur ist.
Das steht in der Betriebsanleitung. Nutzen Sie die Viskosität und Freigabe, die der Hersteller nennt.