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Der Fendt Favorit 514 C trägt die interne Typenbezeichnung FWA 514 und wurde von 1993 bis 1999 gebaut. Bei der Einführung der Favorit 500C-Serie im Herbst 1993 war der 514C zusammen mit dem 512C das größte verfügbare Modell. Mit 140 PS war der 514C bei der Markteinführung die Leistungsgrenze der neuen Serie. Ab 1995 übernahm der 515C diese Rolle, aber der 514C blieb als zweitstärkstes Modell bis zum Ende der Serie 1999 in Produktion. Der 514C ist ausschließlich mit Allradantrieb lieferbar.
Der Favorit 514 C hat einen MWM TD 226.B-6, einen wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Turbodieselmotor mit Direkteinspritzung, hängenden Ventilen, Druckumlaufschmierung, Bosch VE-Einspritzpumpe mit automatischem Spritzversteller, Mehrlochdüse, Trockenluftfilter mit Vorabscheider, nassen Zylinderlaufbuchsen, temperaturgesteuertem Viscolüfter, Abgasturbolader und thermostatgeregelter Zweikreiskühlung.
Die Bohrung beträgt 105 mm, der Hub 120 mm, der Hubraum 6.234 cc. Die Nennleistung beträgt 104 kW (140 PS) bei 2.300 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment ist 556 Nm bei 1.500 Umdrehungen pro Minute. Der maximale Einspritzdruck beträgt 850 bar. Der Konstantleistungsbereich erstreckt sich von 1.900 bis 2.400 Umdrehungen pro Minute. Ein Motorölwechsel ist erst nach 500 Betriebsstunden erforderlich.
Der 514C hat das Turboshift-Getriebe mit 44 Vorwärts- und 44 Rückwärtsgängen, bestehend aus sechs synchronisierten Gängen kombiniert mit vierstufiger Lastschaltung je Gruppe. Die Wendeschaltung ist elektrohydraulisch vorwählbar. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, elektronisch auf 40 km/h begrenzbar. Die Fahrkupplung ist eine hydraulisch betätigte, selbst nachstellende nasse Lamellenkupplung, in Kombination mit einer Voith-Strömungskupplung als Turbokupplung.
Die hydraulische Load-Sensing-Axialkolbenpumpe fördert 102 Liter pro Minute. Das Heckhubwerk hat eine Dreipunktaufhängung Kategorie III/II mit elektronischer Hubwerksregelung (EHR) und Zugkraftmessung über Meßbolzen an den Unterlenkern. Die maximale Hubkraft beträgt 6.886 kg. Die elektrohydraulische Differentialsperre wirkt sowohl vorne als auch hinten. Bis zu vier doppeltwirkende Steuergeräte sind lieferbar. Optional ist ein Fronthubwerk erhältlich.
Die Zapfwelle ist schaltbar auf 540, 750, 1.000 und 1.400 Umdrehungen pro Minute. Der Antrieb ist unabhängig elektrohydraulisch geschaltet. Optional ist eine Frontzapfwelle auf 1.000 Umdrehungen pro Minute lieferbar.
Die Bremsen sind hydraulische Scheibenbremsen. Optional war eine Druckluftbremsanlage lieferbar. Der Portalantrieb an der Hinterachse, bei dem der Endantrieb über Portalwellen verläuft, verringert die Kräfte im Antriebsstrang und schafft Platz für größere Hinterradbereifung. Die Lenkung ist hydrostatisch ausgeführt.
Serienbereifung vorne 420/70R28, hinten 520/70R38. Die Kabine verfügt serienmäßig über eine Heizung; Klimaanlage ist optional.
Der 512C (125 PS) war das kleinste Modell bei der Einführung der 500C-Serie. Der 514C fügt 15 PS hinzu, ist aber im Übrigen technisch identisch. Der 515C (150 PS), der 1995 eingeführt wurde, hat ein etwas höheres Drehmoment von 574 Nm und eine serienmäßige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, teilt aber denselben Motor, dasselbe Turboshift-Getriebe und dieselbe Kabine. Das Erkennungsmerkmal des 515C ist das Auspuffrohr neben der Kabine, das beim Update von 1995 eingeführt wurde und beim 514C fehlt.