Auf der Suche nach Ersatzteilen für deinen Fendt Favorit 611 (Typ 282) Schlepper? In dieser Kategorie findest du alles, was du für Wartung und Reparatur deines Traktors benötigst.
Der Fendt Favorit 611 LS trägt die interne Typenbezeichnung FWA 282 und wurde von 1977 bis 1984 gebaut. Die Baureihe umfasst sowohl eine Ausführung mit Hinterradantrieb als auch eine Ausführung mit Allradantrieb. Die Hinterradantrieb-Ausführung trägt die Fahrgestellnummer T 282.011 und umfasst 221 gebaute Exemplare aus der Periode 1978 bis 1983. Die Allradantrieb-Ausführung trägt die Fahrgestellnummer T 282.211 und umfasst 4.495 Exemplare, gebaut zwischen 1977 und 1984. Über beide Ausführungen hinweg wurde die Baureihe insgesamt mehr als 8.500 Mal gebaut, wenn man auch die SL-Version (Typ 282 SL) einrechnet, die der LS vorausging. Der Nachfolger ist der Favorit 611 LSA (Typ 382), der ausschließlich mit Allradantrieb geliefert wurde.
Die Typenbezeichnung FWA 282 gilt sowohl für die SL- als auch für die LS-Version, was bei der Ersatzteilsuche zu Verwirrung führen kann. Die Fahrgestellnummer ist bei dieser Baureihe daher der zuverlässigste Ausgangspunkt, um festzustellen, um welches Modell es sich genau handelt.
Der Favorit 611 LS ist mit einem MWM D 226.6.2 ausgestattet, einem wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Reihen-Dieselmotor ohne Turbolader mit Direkteinspritzung. Der Motor verfügt über hängende Ventile, Druckumlaufschmierung, eine zahnradgetriebene Nockenwelle, eine siebenfach gelagerte Kurbelwelle, eine Reiheneinspritzpumpe mit Regler, eine Mehrlochdüse, einen Trockenluftfilter mit Vorabscheider und eine thermostatgeregelte Zweikreiskühlung mit Flachrippenkühler. Der Hubraum beträgt 6.234 cc, mit einer Bohrung von 105 mm und einem Hub von 120 mm. Der maximale Einspritzdruck beträgt 180 bis 185 bar.
Die Leistung stieg im Laufe der Produktionsperiode an. In der frühen Ausführung leistet der Motor 100 PS bei einer Nenndrehzahl von 2.350 Umdrehungen pro Minute, mit einem maximalen Drehmoment von 362 Nm bei 1.600 Umdrehungen pro Minute. In der späteren Ausführung wurde die Leistung auf 110 PS bei 2.300 Umdrehungen pro Minute erhöht, mit einem maximalen Drehmoment von 412 Nm bei 1.500 Umdrehungen pro Minute. Der Kraftstoffverbrauch bei maximaler Leistung beträgt 225 g/kWh.
Der 611 LS hat ein schrägverzahntes ZF-Gruppen-Feinstufengetriebe Typ T 3312 oder T 3345 mit Seitenschaltung, je nach Produktionsphase. Die Basisausführung hat eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Später in der Produktionsperiode war auch eine 40-km/h-Ausführung lieferbar. Das Getriebe arbeitet zusammen mit einer hydraulisch betätigten, selbst nachstellenden Trockenkupplung und einer Voith-Strömungskupplung als Turbokupplung. Die Zapfwellenkupplung ist eine Trockenlamellenkupplung, unabhängig von der Fahrkupplung.
Die Zapfwelle ist zweifach schaltbar auf 540 und 1.000 Umdrehungen pro Minute. Optional ist eine Frontzapfwelle lieferbar.
Die hydraulische Tandempumpe fördert 43,7 plus 25,3 Liter pro Minute bei 180 bar. Das Heckhubwerk erreicht eine maximale Hubkraft von 7.410 kg. Die zulässige Vorderachslast beträgt 2.300 kg für die Hinterradantrieb-Ausführung und 3.000 kg für die Allradantrieb-Ausführung. Die zulässige Hinterachslast beider Ausführungen beträgt 5.200 kg. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 6.500 kg für die Hinterradantrieb-Ausführung und 7.000 kg für die Allradantrieb-Ausführung, später auf 7.500 kg erhöht.
Die Bremsen sind hydraulisch betätigte Vollscheibenbremsen an den Hinterrädern, als Einzelradbremse verwendbar. Bei der Allradantrieb-Ausführung wirkt eine Vorderrad-Scheibenbremse auf den Allradantrieb; bei Betätigung der Einzelradbremse wird die Vorderradbremse automatisch abgeschaltet. Die Vorderachse ist eine lastschaltbare ZF-Lenktrieb-Planeten-Pendelachse Typ APL-3052 mit seitlicher Gelenkwelle und einem Lenkwinkel von 45 Grad. Ab 1983 wurde die Dana 004 F-Vorderachse verbaut. Die Lenkung ist hydrostatisch ausgeführt.
Serienbereifung vorne 14.9-26, hinten 18.4R38. Die Kabine ist eine gummigelagerte, schwingungs- und schallisolierte Sicherheitskabine mit einem Geräuschpegel von 81 dB, aufstellbarer Front- und Heckscheibe, dreistufigem Lüftungssystem, zweistufiger Heizung, Radioeinbausatz und höhenverstellbarem Lenkrad. Optional waren eine Niedrigkabine, Klimaanlage und getönte Scheiben lieferbar.
Der Typ 282 hat einen Saugmotor ohne Turbolader mit 100 oder 110 PS und ist sowohl mit Hinter- als auch mit Allradantrieb lieferbar. Der Typ 382 ist ausschließlich mit Allradantrieb lieferbar, hat in der zweiten Phase einen Turbomotor mit 125 PS, eine höhere hydraulische Pumpenleistung und höhere zulässige Achslasten. Ersatzteile sind teilweise austauschbar, aber die Motortypen und Turbokomponenten sind naturgemäß nicht untereinander austauschbar.