Auf der Suche nach Ersatzteilen für deinen Fendt Favorit 611 (Typ 382) Schlepper? In dieser Kategorie findest du alles, was du für Wartung und Reparatur deines Traktors benötigst.
Der Fendt Favorit 611 LSA trägt die interne Typenbezeichnung T 382 und wurde von 1985 bis 1993 ausschließlich mit Allradantrieb gebaut. Insgesamt wurden 1.433 Exemplare gefertigt. Der 611 LSA ist der Nachfolger des 611 LS (Typ 282) und gleichzeitig der Abschluss einer Entwicklungslinie, die 1972 mit dem Favorit 611 S begann. Die LS-Version mit Hinterradantrieb fällt unter Typ FWA 282.
Die Produktion verlief in zwei klar unterschiedlichen Phasen. In der ersten Phase (Fahrgestellnummer T 382.250, 1985 bis 1987, 228 Exemplare) hat der Motor noch keinen Turbolader und leistet 115 PS. In der zweiten Phase (Fahrgestellnummer T 382.211, 1988 bis 1993, 1.205 Exemplare) wurde ein Turbolader hinzugefügt und der Verbrennungsprozess optimiert, wodurch die Leistung auf 125 PS stieg, während der Kraftstoffverbrauch sank. Der 611 LSA wurde im Programm von der Favorit 500C-Baureihe abgelöst.
Die hydraulische Tandempumpe fördert 69 Liter pro Minute (44 plus 25 Liter) bei 180 bar. Das Heckhubwerk erreicht eine maximale Hubkraft von 7.410 kg. Optional ist ein Fronthubwerk mit Dreipunktaufhängung Kategorie II lieferbar mit einer maximalen Hubkraft von 3.940 kg. Die zulässige Vorderachslast beträgt 3.050 kg, die Hinterachslast 5.400 kg. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 8.500 kg.
Die zweite Phase (1988 bis 1993) hat einen MWM TD 226-B 6, einen wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Reihen-Turbodieselmotor mit Direkteinspritzung in die Verbrennungsmulde des Kolbens. Der Motor ist mit einzeln aufgesetzten Zylinderköpfen, Kolbenbodenkühlung, einem Ölkühler, Rotocap-Ventilen, einem Viscolüfter, einer Reiheneinspritzpumpe, einer Mehrlochdüse, einem Trockenluftfilter mit Vorabscheider, Druckumlaufschmierung, einem Abgasturbolader mit Stoßaufladung und thermostatgeregelter Zweikreiskühlung ausgestattet. Der Hubraum beträgt 6.240 cc. Das maximale Drehmoment beträgt 497 Nm bei 1.500 Umdrehungen pro Minute. Der Einspritzdruck beträgt 180 bis 185 bar, ab 1987 auf 650 bar erhöht.
Die erste Phase (1985 bis 1987) hat einen atmosphärischen MWM D 226.6.2 ohne Turbolader mit 115 PS und einem maximalen Drehmoment von 412 Nm bei 1.500 Umdrehungen pro Minute.
Der 611 LSA hat ein schrägverzahntes ZF-Vollsynchron-Feinstufengetriebe Typ T 3345 mit Seitenschaltung, mit 20 Vorwärtsgängen und 9 Rückwärtsgängen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 40 km/h in der Standardausführung, wobei auch eine 30-km/h-Version erhältlich war. In der 40-km/h-Ausführung laufen die sechs Gänge in der Schnellstufe von 3,88 bis 38,41 km/h, in der Langsamgruppe von 3,12 bis 30,94 km/h und in der Kriechgruppe von 4,71 bis 27,41 km/h. Ab 1987 war das Duospeed-Antriebssystem als Option erhältlich, ebenso wie eine elektronisch gesteuerte Differentialsperre und eine Rückfahreinrichtung.
Die Zapfwelle ist zweifach schaltbar auf 540 und 1.000 Umdrehungen pro Minute. Optional ist eine Frontzapfwelle lieferbar.
Das Bremssystem besteht aus hydraulisch betätigten Vollscheibenbremsen an den Hinterrädern, die als Einzelradbremse verwendbar sind. Eine Kardanwellenbremse als Scheibenbremse wirkt auf den Allradantrieb; bei Betätigung der Einzelradbremse wird die Vorderradbremse automatisch abgeschaltet. Die Feststellbremse ist mechanisch betätigt als Innenbackenbremse ausgeführt. Die Lenkung ist hydrostatisch ausgeführt.
Serienbereifung vorne 14.9-26, hinten 18.4R38. Die Kabine ist eine gummigelagerte, schwingungs- und schallisolierte Sicherheitskabine mit einem Geräuschpegel von 78 dB, Luftfedersitz, Digitaltraktormeter, aufstellbarer Front- und Heckscheibe, Dachluke, dreistufigem Lüftungssystem, zweistufiger Heizung, Radioeinbausatz und höhenverstellbarem Lenkrad.
Der Unterschied zwischen Typ 382 und Typ 282 ist bei Ersatzteilen und beim Kauf ein wiederkehrender Punkt. Der Typ 282 ist die LS-Baureihe, gebaut von 1977 bis 1984, mit sowohl Hinter- als auch Allradantrieb verfügbar und einer Leistung von 100 bis 110 PS aus einem Saugmotor. Der Typ 382 ist ausschließlich mit Allradantrieb lieferbar, hat in der zweiten Phase einen Turbomotor, eine höhere hydraulische Pumpenleistung und höhere zulässige Achslasten. Das Getriebe ist bei beiden Typen ein ZF T 3345, jedoch unterscheidet sich die Ausführung je nach Phase.