Auf der Suche nach Ersatzteilen für deinen Fendt Favorit 614 (Typ 284) Schlepper? In dieser Kategorie findest du alles, was du für Wartung und Reparatur deines Traktors benötigst.
Der Fendt Favorit 614 LS ist die Version mit Hinterradantrieb aus der Favorit 600-Serie und trägt die interne Typenbezeichnung FWA 284. Die Produktion lief von 1979 bis 1984, mit insgesamt 1.180 gebauten Exemplaren unter der Fahrgestellnummer T 284.211. Frühe Exemplare mit der Fahrgestellnummer T 284.210 stammen bereits aus der Periode 1977 bis 1984 und sind der direkte Nachfolger des Favorit 614 SL. Die Version mit Allradantrieb trägt die Bezeichnung LSA und fällt unter Typ T 384. Ein Punkt, der beim 614 LS regelmäßig für Verwirrung sorgt: Ein Teil der früh gebauten LS-Exemplare ist tatsächlich mit Allradantrieb ausgeführt, obwohl der Buchstabe A in der Bezeichnung fehlt. Das A in LSA wurde erst ab etwa 1984 konsequent auf der Motorhaube angebracht.
Der Favorit 614 LS ist mit einem MWM TD 226-6.2 ausgestattet, einem wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Reihen-Turbodieselmotor mit Direkteinspritzung. Der Motor verfügt über hängende Ventile, eine zahnradgetriebene Nockenwelle, eine siebenfach gelagerte Kurbelwelle, Druckumlaufschmierung, einen Ölkühler, einen Trockenluftfilter mit Vorabscheider, einen Viscolüfter, Kolbenbodenkühlung, eine Reiheneinspritzpumpe mit Regler, eine Mehrlochdüse sowie eine thermostatgeregelte Zweikreiskühlung.
Die Leistung stieg im Laufe der Produktionsperiode an. In der ersten Ausführung beträgt die Leistung 135 PS bei 2.400 Umdrehungen pro Minute, mit einem maximalen Drehmoment von 466 Nm bei 1.700 Umdrehungen pro Minute. In der späteren Ausführung nach der Motorüberarbeitung wurde die Leistung auf 145 PS bei 2.400 Umdrehungen pro Minute erhöht, mit einem maximalen Drehmoment von 520 Nm bei 1.500 Umdrehungen pro Minute. Der Hubraum beträgt 6.234 cc.
Die Hydraulikpumpe fördert 45 Liter pro Minute bei 175 bar. Das Fendt-Regelhubwerk verfügt über eine Dreipunktaufhängung Kategorie III mit Schnellkuppler. Das Hubwerk ist mit mechanischer Hubwerksregelung, einem einfach wirkenden Hubwerkszylinder mit einem Kolbendurchmesser von 120 mm und einem Kolbenhub von 126 mm sowie Zugkraft-, Lage- und Mischregelung ausgestattet. Die maximale Hubkraft beträgt 5.800 kg. Die zulässigen Achslasten liegen bei 3.000 kg an der Vorderachse und 5.000 kg an der Hinterachse.
Der 614 LS hat ein ZF-Feinstufengetriebe Typ T 3550. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 40 km/h in der Standardausführung, wobei auch eine 30-km/h-Version erhältlich war. Das Getriebe arbeitet zusammen mit einer Turbokupplung, einer Strömungskupplung von Voith, die Lastspitzen im Fahrantrieb abfängt und die Fahrkupplung vor Verschleiß schützt.
Die Zapfwelle ist zweifach schaltbar auf 540 und 1.000 Umdrehungen pro Minute. Optional ist eine lastschaltbare Frontzapfwelle auf 1.000 Umdrehungen pro Minute lieferbar.
Das Bremssystem besteht aus hydraulisch betätigten Innenbackenbremsen, Typ 270 x 80 mit einer wirksamen Bremsfläche von 754 cm², die auf die Hinterräder wirken und als Einzelradbremse verwendbar sind. Bei den Allradausführungen wirkt zusätzlich eine Vorderrad-Scheibenbremse auf den Allradantrieb; bei Betätigung der Einzelradbremse wird die Vorderradbremse automatisch abgeschaltet. Die Feststellbremse ist mechanisch betätigt als Innenbackenbremse ausgeführt. Optional ist eine Ein- oder Zweikreis-Druckluftbremsanlage lieferbar. Die Lenkung ist hydrostatisch ausgeführt.
Serienbereifung vorne 16.9-26, hinten 20.8R38.
Eine Frage, die bei der Ersatzteilsuche und beim Kauf regelmäßig auftaucht, ist der Unterschied zwischen Typ 284 und Typ 384. Der Typ 284 ist die LS-Baureihe, gebaut von 1977 bis 1984, mit Hinterradantrieb als Standard und 135 oder 145 PS. Der Typ 384 ist die nachfolgende LSA-Baureihe von 1983 bis 1993, mit Allradantrieb als Standard und einer Leistung, die von 155 auf 165 PS ansteigt. Beide Baureihen verwenden denselben MWM TD 226-6.2 Motor und dasselbe ZF T 3550 Getriebe, jedoch unterscheiden sich Hydraulik, Hubkraft und Achslasten deutlich. Ersatzteile sind teilweise austauschbar, aber nicht immer ohne weiteres, was bei Reparaturen Beachtung verdient.