Auf der Suche nach Ersatzteilen für deinen Fendt Favorit 615 (Typ 285) Schlepper? In dieser Kategorie findest du alles, was du für Wartung und Reparatur deines Traktors benötigst.
Der Fendt Favorit 615 wurde zwischen 1979 und 1993 produziert und gehört zur Favorit 600-Serie. Die interne Typenbezeichnung lautet FWA 285, was für die LS-Ausführung (Hinterradantrieb) des 615 steht. Die Version mit Allradantrieb trägt die Bezeichnung LSA und fällt unter den Typ T385. Innerhalb der Baureihe wurden über die Jahre verschiedene Motorvarianten und Getriebeoptionen angeboten, was die Suche nach Ersatzteilen und den Vergleich von Exemplaren mitunter erschwert.
Der Fendt Favorit 615 LS ist mit einem MWM TD 226-6.2 ausgestattet, einem wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Reihendieselmotor mit Turbolader. Der Motor verfügt über Direkteinspritzung, hängende Ventile, eine Reiheneinspritzpumpe mit Regler, eine Mehrlochdüse sowie Kolbenbodenkühlung. Die Kurbelwelle ist siebenfach gelagert. Das Kühlsystem arbeitet mit einer thermostatgeregelten Zweikreiskühlung mit Flachrippenkühler. Für die Luftfilterung ist ein Trockenluftfilter mit Vorabscheider montiert.
Der Hubraum beträgt 6.234 cc. Die Leistung wird mit 150 PS (111 kW) bei Nenndrehzahl angegeben. Das maximale Drehmoment beträgt 508 Nm bei 1.630 Umdrehungen pro Minute. Der geregelte Drehzahlbereich erstreckt sich von 650 bis 2.450 Umdrehungen pro Minute. Der maximale Einspritzdruck beträgt 180 bis 185 bar.
Der Favorit 615 LS verfügt über ein 16-Gang-Getriebe. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 40 km/h. Die Fahrgeschwindigkeit beginnt dank der verfügbaren Kriechgänge bei sehr niedrigen Werten, wodurch der Schlepper auch für Präzisionsarbeiten geeignet ist.
Die Zapfwelle ist zweifach schaltbar auf 540 und 1.000 Umdrehungen pro Minute. Bei 540 U/min dreht die Zapfwelle bei Nenndrehmoment mit 586 U/min, mit einem maximal zulässigen Drehmoment von 220 daN. Bei 1.000 U/min beträgt dies 1.022 U/min bei Nenndrehzahl, mit einem maximal zulässigen Drehmoment von 260 daN. Optional ist eine frontseitige Zapfwelle mit Direktantrieb auf 1.000 U/min lieferbar, bei der bei Nenndrehzahl 1.097 U/min erreicht werden mit einem maximal zulässigen Drehmoment von 88 daN.
Die Hydraulikpumpe hat eine Förderleistung von 45 Litern pro Minute. Das Heckhubwerk erreicht eine maximale Hubkraft von 5.801 kg. Die zulässigen Achslasten betragen 3.220 kg an der Vorderachse und 5.430 kg an der Hinterachse.
Das Bremssystem besteht aus hydraulisch betätigten Innenbackenbremsen, die auf die Hinterräder wirken und als Einzelradbremse verwendbar sind. Die Lenkung ist hydrostatisch ausgeführt.
Serienmäßige Bereifung vorne 16.9-28, hinten 20.8R38. Der Geräuschpegel in der Kabine der überarbeiteten LS-Baureihe wurde mit 81 dB angegeben, was für die damalige Zeit ein bemerkenswertes Ergebnis gegenüber dem SL-Vorgänger darstellte.
Eine Frage, die beim 615 regelmäßig auftaucht, ist der Unterschied zwischen der LS und der LSA. Die LS (Typ 285) ist die Version mit Hinterradantrieb, die LSA (Typ T385) verfügt über Allradantrieb. Inhaltlich sind die Motoren eng verwandt, allerdings unterscheidet sich die LSA in späteren Ausführungen hinsichtlich der Turbomatik-E sowie des ab 1987 eingeführten Duospeed-Fahrantriebs. Die LSA Turbo, gebaut von 1990 bis 1993, leistet 136 kW und erreicht eine höhere maximale Höchstgeschwindigkeit.