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Der Fendt Favorit 615 (Typ 385) ist die technische Bezeichnung für die Favorit 615 LSA-Baureihe, die von Fendt in Marktoberdorf produziert wurde. Die Produktion lief in verschiedenen Ausführungen von 1983 bis 1994, wobei die frühen Versionen die Bezeichnung T 385.210 trugen (525 Exemplare, 1983-1987). Später folgten die LSA Turbo-Ausführungen, die bis 1994 weitergebaut wurden. Es ist das Topmodell der Favorit 600-Serie und war zu seiner Zeit einer der schwersten Serienschlepper im Fendt-Programm.
Ein auffälliges Merkmal des 615 LSA ist das Getriebekonzept. Der Schlepper verwendet ein schrägverzahntes ZF-Synchron-Feinstufengetriebe, Typ T 3550, mit Seitenschaltung in der 40 km/h-Ausführung. In Kombination damit arbeitet die Turbomatik-E, eine hydraulische Strömungskupplung mit Überbrückungskupplung. Je nach Belastung verbindet die Überbrückungskupplung Motor und Getriebe bei 1.600 bis 1.900 U/min, sodass unter Last weniger oder gar nicht geschaltet werden muss. Es gibt vier vorwählbare Fahrstufen mit stufenloser Geschwindigkeitsregelung:
Die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt 40 km/h.
Der Favorit 615 LSA ist mit einem MWM TD 226-6 (später als TD226 B6 bezeichnet) ausgestattet, einem wassergekühlten Sechszylinder-Dieselmotor mit Direkteinspritzung, Turbolader und Ladeluftkühler. Der Hubraum beträgt 6.240 cc. Die Leistung der Turbo-Ausführung (ab 1990, Typ 385) beträgt 136 kW (185 PS). Das maximale Drehmoment der späteren Ausführung liegt bei 703 Nm bei 1.500 U/min. Die frühere Nicht-Turbo-LSA-Ausführung lieferte ein Drehmoment von 630 Nm bei 1.500 U/min. Der Motor verfügt über eine Reiheneinspritzpumpe, eine thermostatisch geregelte Zweikühlung und ein Trockenluftfilter mit Vorabscheider.
Die Zapfwelle arbeitet mit zwei Drehzahlen: 540 und 1.000 U/min. Die Hydraulik arbeitet mit zwei voneinander getrennten Systemen, wobei eines die hydrostatische Servolenkung versorgt und das andere die Heck- und Fronthydraulik bedient. Dieses Zweikreis-Hydrauliksystem war bei der Einführung des 615 LSA eine Neuerung gegenüber der vorangegangenen SL-Serie.
Serienmäßig war der 615 LSA mit einer geschlossenen Kabine, Druckluftbremsen und hydrostatischer Servolenkung ausgestattet. Als Optionen waren unter anderem erhältlich: Frontlader, Fronthubwerk, Frontzapfwelle, Kabinenfederung, Kriechgang, Antischlupfregelung über Radar, Bordcomputer, Klimaanlage, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Zusatztank von 80 Litern, automatische Anhängekupplung und elektronische Fremdregelung. Auch die Alltronic-Option und die Turbomatik-E als eigenständiges System waren lieferbar.
Der Favorit 615 bildet das Topmodell innerhalb der Favorit 600 LSA-Reihe. Die Serie umfasste neben dem 615 auch die Modelle 611, 612 und 614, die alle dieselbe MWM-Motorenfamilie teilten, jedoch mit geringeren Leistungen. Mit 136 kW befand sich der 615 in der schwersten Klasse, die Fendt in dieser Zeit in Serie produzierte, bevor die 800er-Serie 1993 mit MAN-Motoren und höheren Leistungen eingeführt wurde.