Benötigen Sie Ersatzteile für Ihren Fendt Favorit 610, 610 S, 610 LS oder 610 LSA? In dieser Kategorie finden Sie alle passenden Teile für diese Modelle der Fendt Favorit-Serie.
Der Fendt Favorit 610 LS trägt die interne Typenbezeichnung FW 281 und wurde von 1978 bis 1984 gebaut. Insgesamt wurden 2.177 Exemplare produziert, davon 301 mit Hinterradantrieb (Fahrgestellnummer T 281.012) und 1.876 mit Allradantrieb (Fahrgestellnummer T 281.212). Der Vorgänger war der Favorit 610 S, der von 1972 bis 1976 gebaut wurde. Gegenüber der dazwischenliegenden SL-Version brachten die LS-Modelle größere Bereifung, eine Leistungssteigerung von 5 PS und einen verbesserten Geräuschpegel von 81 dB in der Kabine.
Die Typenbezeichnung FW 281 gilt sowohl für die SL- als auch für die LS-Ausführung, weshalb es bei der Ersatzteilsuche ratsam ist, die Fahrgestellnummer als Ausgangspunkt zu verwenden.
Der Favorit 610 LS hat einen MWM D 227-6.2, einen wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Reihen-Dieselmotor ohne Turbolader mit Direkteinspritzung. Der Motor ist mit hängenden Ventilen, Druckumlaufschmierung, einer siebenfach gelagerten Kurbelwelle, einer zahnradgetriebenen Nockenwelle, einem Trockenluftfilter, einer Reiheneinspritzpumpe mit Regler, einer Mehrlochdüse und einer thermostatgeregelten Zweikreiskühlung mit Flachrippenkühler ausgestattet. Der geregelte Drehzahlbereich erstreckt sich von 650 bis 2.450 Umdrehungen pro Minute, der minimale Öldruck bei Nenndrehzahl beträgt 2,0 bar.
Die Leistung beträgt 95 PS. Das maximale Drehmoment ist 352 Nm bei 1.450 Umdrehungen pro Minute.
Die Fahrkupplung ist eine hydraulisch betätigte, selbst nachstellende Trockenkupplung Typ Fichtel & Sachs G 310 K. Die Turbokupplung ist eine vorgelagerte ölhydraulische Strömungskupplung Typ Voith 422 TD-F3. Die Zapfwellenkupplung ist eine Trockenlamellenkupplung, unabhängig von der Fahrkupplung. Das Getriebe ist ein schrägverzahntes ZF-Gruppen-Feinstufengetriebe Typ T 3312 mit Seitenschaltung, in der Basisausführung mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Optional waren Kriechgänge und Superkriechgänge lieferbar.
Die Zapfwelle ist zweifach schaltbar auf 540 und 1.000 Umdrehungen pro Minute. Optional ist eine Frontzapfwelle lieferbar.
Die Hydraulikpumpe fördert 40 Liter pro Minute. Das Heckhubwerk hat eine Dreipunktaufhängung Kategorie III mit Schnellkuppler und ist mit Zugkraft-, Lage- und Mischregelung ausgestattet. Optional ist ein Fronthubwerk lieferbar.
Die Bremsen sind hydraulisch betätigte Vollscheibenbremsen an den Hinterrädern, als Einzelradbremse verwendbar. Bei der Allradantrieb-Ausführung wirkt eine Vorderrad-Scheibenbremse auf den Allradantrieb; bei Betätigung der Einzelradbremse wird die Vorderradbremse automatisch abgeschaltet. Die Vorderachse ist eine lastschaltbare ZF-Lenktrieb-Planeten-Pendelachse Typ APL-3052 mit seitlicher Gelenkwelle. Optional ist eine Ein- oder Zweikreis-Druckluftbremsanlage lieferbar. Die Lenkung ist hydrostatisch ausgeführt.
Die Kabine ist eine gummigelagerte, schwingungs- und schallisolierte Sicherheitskabine mit einer Glasfläche von 4,7 m² und einem Geräuschpegel von 81 dB. Die Ausstattung umfasst aufstellbare Front- und Heckscheibe, analoge Instrumente, einen in Höhe, Längsrichtung und Neigungswinkel verstellbaren Fahrersitz mit Armlehnen, Innenbeleuchtung, Scheibenwaschanlage, zweistufige Heizung, dreistufiges Lüftungssystem, Radioeinbausatz, Sonnenblende und höhenverstellbares Lenkrad. Optional waren eine Niedrigkabine, Klimaanlage, getönte Scheiben und ein Suchscheinwerfer lieferbar.
Serienbereifung vorne 14.9-26, hinten 18.4R38.
Der Favorit 610 LS ist der kleinste Schlepper der 600-Reihe und das einzige Modell dieser Reihe ohne MWM D 226-Motor. Der 610 LS hat einen MWM D 227, einen etwas kleineren Motortyp als der D 226, der im 611 und darüber verwendet wird. Mit 95 PS ist der 610 LS das schwächste Modell der LS-Reihe; der 611 LS beginnt bei 100 PS. Im Vergleich zur SL-Vorgängerversion brachte die LS-Ausführung eine neue, größere Kabine mit besserer Schallisolierung, größere Bereifung und 5 PS mehr Leistung. Ersatzteile des 610 LS und des 610 SL überschneiden sich teilweise, aber bei Unsicherheiten empfiehlt es sich immer, die Fahrgestellnummer zu prüfen, da beide die Typenbezeichnung FW 281 teilen.