Auf der Suche nach Ersatzteilen für deinen Fendt Favorit 612 (Typ 283) Schlepper? In dieser Kategorie findest du alles, was du für Wartung und Reparatur deines Traktors benötigst.
Der Fendt Favorit 612 LS trägt die interne Typenbezeichnung FWA 283 und wurde von 1979 bis 1983 gebaut. Er ist der LS-Nachfolger des Favorit 612 SL und gehört zur Favorit 600-Serie. Der 612 LS unterscheidet sich von den meisten anderen Modellen der 600-Baureihe dadurch, dass er ausschließlich mit Hinterradantrieb geliefert wurde; die Allradversion fällt unter die separate Typenbezeichnung T 383 (612 LSA). Innerhalb der Baureihe gilt die Typenbezeichnung FWA 283 auch für die SL-Version, weshalb es bei der Ersatzteilsuche wichtig ist, die Fahrgestellnummer zu kennen, um das genaue Modell zu identifizieren.
Der Favorit 612 LS ist mit einem MWM D 226-6 ausgestattet, einem wassergekühlten Sechszylinder-Viertakt-Reihen-Dieselmotor ohne Turbolader mit Direkteinspritzung. Der Motor verfügt über hängende Ventile, Druckumlaufschmierung, eine zahnradgetriebene Nockenwelle, eine siebenfach gelagerte Kurbelwelle, eine Reiheneinspritzpumpe, eine Mehrlochdüse, einen Trockenluftfilter mit Vorabscheider, trockene Zylinderlaufbuchsen und eine thermostatgeregelte Zweikreiskühlung mit Flachrippenkühler.
Die Bohrung beträgt 105 mm, der Hub 120 mm, der Hubraum 6.240 cc. Die Leistung beträgt 120 PS bei 2.400 Umdrehungen pro Minute. Der geregelte Drehzahlbereich erstreckt sich von 650 bis 2.580 Umdrehungen pro Minute. Der maximale Einspritzdruck beträgt 180 bar. Der Drehmomentsanstieg gegenüber der Nennleistung beträgt 15 Prozent, was typisch für einen Saugmotor dieses Typs ist.
Der 612 LS hat ein schrägverzahntes ZF-Synchron-Feinstufengetriebe Typ T 3450 mit Seitenschaltung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h in der Basisausführung. In der 40-km/h-Ausführung sind die sechs Gänge in der Schnellstufe wie folgt eingeteilt: erster Gang 3,85 km/h, zweiter 6,07 km/h, dritter 9,48 km/h, vierter 14,43 km/h, fünfter 22,42 km/h und sechster 38,14 km/h. In der Langsamgruppe laufen die Gänge von 3,11 bis 30,78 km/h. Die Fahrkupplung ist eine hydraulisch betätigte, selbst nachstellende Trockenkupplung. Die Turbokupplung ist eine ölhydraulische Strömungskupplung vom Typ Voith, die Lastspitzen abfängt und den Antriebsstrang schützt.
Die Zapfwelle ist serienmäßig schaltbar auf 750 und 1.000 Umdrehungen pro Minute. Anders als bei vielen anderen Modellen der 600-Serie ist 540 Umdrehungen pro Minute beim 612 LS ein Zusatzpaket und keine Serienausstattung. Optional ist eine lastschaltbare Frontzapfwelle mit Direktantrieb lieferbar.
Die Hydraulikpumpe fördert 45 Liter pro Minute. Die maximale Hubkraft des Heckhubwerks beträgt 5.801 kg. Die zulässige Vorderachslast beträgt 4.000 kg, die Hinterachslast 6.000 kg.
Das Bremssystem besteht aus hydraulisch betätigten Vollscheibenbremsen Typ 270 x 80 an den Hinterrädern, die als Einzelradbremse verwendbar sind. Bei den Allradversionen wirkt eine Vorderrad-Scheibenbremse auf den Allradantrieb; bei Betätigung der Einzelradbremse wird die Vorderradbremse automatisch abgeschaltet. Die Feststellbremse ist mechanisch betätigt als Innenbackenbremse ausgeführt. Die Lenkung ist hydrostatisch ausgeführt.
Serienbereifung vorne 14.9-26, hinten 18.4R38.
Der Unterschied zwischen Typ 283 und Typ 383 wird bei Ersatzteilen und beim Kauf regelmäßig angesprochen. Der Typ 283 hat einen Saugmotor ohne Turbolader mit 120 PS und eine serienmäßige Zapfwellendrehzahl von 750/1.000 Umdrehungen pro Minute. Der Typ 383 hat einen Turbomotor mit 135 oder 145 PS, eine serienmäßige Zapfwellendrehzahl von 540/1.000 Umdrehungen pro Minute, serienmäßigen Allradantrieb und eine höhere hydraulische Pumpenleistung. Das Getriebe ist bei beiden Typen ein ZF T 3450, jedoch unterscheidet sich die interne Konfiguration je nach Generation. Ersatzteile sind teilweise austauschbar, aber nicht immer direkt, was bei Reparaturen Beachtung verdient.