Auf der Suche nach Ersatzteilen für deinen Fendt Favorit 716 (Typ 716) Schlepper? In dieser Kategorie findest du alles, was du für Wartung und Reparatur deines Traktors benötigst.
Die Fendt Favorit 716 Vario wurde zwischen 1998 und 2003 gebaut und gehört zur Favorit 700 Vario Serie. Nach 2003 entfiel die Bezeichnung "Favorit" und das Modell wurde als Fendt 716 Vario weitergeführt. Insgesamt wurden vom Typ T 716.210 (die technische Bezeichnung für die Favorit-Version) 6.991 Exemplare produziert.
Das Hydrauliksystem arbeitet mit einer Load-Sensing-Anlage mit einer Pumpenleistung von 110 Litern pro Minute bei einem maximalen Arbeitsdruck von 200 bar. Das Heckhubwerk bietet eine Hubkraft von 8.599 kg und ist als Kategorie III mit Schnellkuppler ausgeführt. Eine elektrohydraulische Hubwerksregelung (EHR-C) ist serienmäßig vorhanden, inklusive Selbstdiagnose und Schwingungstilgung.
Der Frontkraftheber hat eine Hubkraft von 3.822 kp. Für den externen Hydraulikanschluss gilt ein maximaler Durchfluss von 78,5 Litern pro Minute bei einem maximalen Druck von 200 bar. Der separate Hydraulikölbehälter hat ein Fassungsvermögen von 50 Litern, wovon 45 Liter entnehmbar sind.
Unter der Motorhaube befindet sich ein Deutz BF6M 2013 C, ein wassergekühlter Sechszylinder-Viertakt-Turbodiesel mit Direkteinspritzung und Vierventiltechnik. Der Hubraum beträgt 5.702 cm³ mit einer Bohrung von 98 mm und einem Hub von 126 mm. Die Nennleistung beträgt 118 kW (160 PS) bei 2.100 U/min. Gemessen an der Zapfwelle wurden bei Nenndrehzahl 112,2 kW festgestellt, mit einer Höchstleistung von 121,8 kW bei 1.900 U/min.
Das maximale Drehmoment beträgt 757 Nm bei 1.100 U/min, mit einem Drehmomentanstieg von 48 Prozent bei einem Drehzahlabfall von ebenfalls 48 Prozent. Das Anfahrdrehmoment liegt bei 134 Prozent bezogen auf das Drehmoment bei Nenndrehzahl. Der Kraftstoffverbrauch an der Zapfwelle bei Nenndrehzahl beträgt 30,9 Liter pro Stunde, mit einem spezifischen Verbrauch von 232 g/kWh. Der Kraftstofftank fasst 245 Liter (andere Quellen nennen 300 Liter je nach Ausführung).
Das Vario-Getriebe ist stufenlos variabel, ohne feste Gänge. Auf der Straße wird eine Fahrgeschwindigkeit von 0,02 bis 55 km/h vorwärts und 0,02 bis 37 km/h rückwärts erreicht. Im Feldeinsatz gilt eine maximale Geschwindigkeit von 28 km/h vorwärts und 16 km/h rückwärts. Die Zugkraft ist dadurch über den gesamten Geschwindigkeitsbereich kontinuierlich anpassbar. Der Fahrer wählt selbst zwischen Bedienung per Joystick oder Fahrpedal.
Allrad- und Differentialsperre werden automatisch in Abhängigkeit von Lenkwinkel und Fahrgeschwindigkeit zu- und wieder abgeschaltet.
Die hintere Zapfwelle ist dreifach schaltbar: 540, 750 und 1.000 U/min. Optional ist auch eine Frontzapfwelle mit 540 oder 1.000 U/min lieferbar. Die Bremsanlage besteht vorne aus einer nassen Kardanbremse sowie einer Druckluftbremse, hinten aus einer nassen integrierten Lamellenbremse. Zusätzlich ist eine Federspeicher-Handbremse vorhanden, mit einer maximalen mittleren Verzögerung von 6,5 m/s² bei 40 daN Pedalkraft.
Die Kabine (Typbezeichnung 716.810, OECD-Nr. 4/0535) ist eine kippbare, gefederte Sicherheitszelle in schallgedämmter Ausführung. Der Innengeräuschpegel beträgt 72 dB(A). Die Kabine verfügt über zwei Türen, eine Dachluke, ausstellbare Front- und Heckscheibe sowie eine Warmwasserheizung mit dreistufigem Gebläse. Eine Klimaanlage war optional erhältlich.
Serienmäßig ist ein Bordcomputer vorhanden, der Funktionen wie Kraftheber, Zapfwelle, Hydraulik, Allradantrieb, Differentialsperre, Motordrehzahl und Tempomat steuert.
Optional lieferbar waren unter anderem: Frontkraftheber, Frontzapfwelle, Frontlader, Frontgewichte, Motorbremse, Motorwärmer, Variotronic-Kamera, Heckscheibenwischer, Radar-Antischlupf, elektrohydraulische externe Heckfremdregelung, Hitch-Anhängekupplungssystem, Zugpendel, Variotronic-TI und Variotronic-Gerätesteuerung. Ab 2003 war mit der optionalen Variotronic-TI Erweiterung das Abrufen von 13 gespeicherten Funktionen per Joystick möglich, plus 16 Sequenzen für vier verschiedene Geräte.